Die Nasenoperation

Keine zwei Nasen sind jemals gleich. Daraus folgt, dass nicht ein einziges operatives Standardverfahren ausreicht, um Nasen erfolgreich und ansprechend zu verändern. Die Fähigkeit die Nase eines jeden Patienten genaustens zu analysieren, ist die absolute Voraussetzung, um herausragende Ergebnisse zu erzielen. Denn nur über die zielgenaue präoperative Analyse lassen sich die richtigen Operationsverfahren planen, die schließlich die gesetzten Ziele von Patient und Operatuer in Einklang bringen.

In den letzten 20 Jahren hat sich eine bemerkenswerte Revolution in den Feinheiten der Analyse und operativen Technik der Nasenchirurgie ereignet. Es zeigt sich eine Neuorientierung hin zu einer Individualisierung der Nasenoperation. Im Vordergrund stehen atraumatische Gewebedissektion und Augmentationsverfahren. Standardisierte Operationsschritte und insbesondere die radikalen Entfernung von Gewebe werden verlassen. Ein gründlicheres Verständnis für das langfristige chirurgische Ergebnis dominiert nun und führt zu einer dezidierten Kombination unterschiedlichster Operationstechniken. Grundsätzlich lässt sich eine Nasenkorrektur über zwei unterschiedliche Zugangswege angehen.

Offener Zugang

Bei der offenen Technik  wird ein kleiner v-förmiger Schnitt am Nasensteg vorgenommen, um die Nase zu öffnen. Die Narbe, die aus diesem Schnitt resultiert, ist in aller Regel nach einigen Wochen nahezu unsichtbar. Das liegt unter anderem an einer speziellen Schnittführung. Die offene Technik ermöglicht dem Chirurgen, die meisten Bereiche der Nase direkt zu visualisieren. Während der Operation besteht also ein dreidimensionales Bild der Nasenstrukturen, sodass Veränderungen in allen Ebenen unter Sicht durchgeführt werden können.

Geschlossener Zugang

Die geschlossene Technik arbeitet ausschließlich über das Naseninnere. Dieser Zugangsweg wird häufig für weniger ausgedehte Eingriffe ausgewählt. In der Welt der Wissenschaft herrscht weitestgehend Einigkeit, dass die Wahl der Technik – geschlossen oder offen – nicht von großer Bedeutung ist.

Wichtig ist: Erfahrene Chirurgen können mit beiden Techniken hervorragende Ergebnisse erzielen.

Am Tag der Operation

Essen und trinken Sie nichts mindestens sechs Stunden vor Ihrer Operation.
Wenn Ihr Magen nicht vollständig leer ist, besteht die Möglichkeit, dass während der Vollnarkose Speisen oder Flüssigkeiten aus dem Magen in die Atemwege gelangen. Dies kann zu einer Lungenentzündung führen. Wenn Sie innerhalb von sechs Stunden vor der Operation essen oder trinken, muss die Operation zu Ihrer eigenen Sicherheit abgesagt werden!

Waschen Sie Ihr Gesicht und die Haare mit einer milden antibakteriellen Seife.
Wenn Sie zur Zeit an Ekzemen (Hautausschlag) in der Nähe der Nase leiden melden Sie mir dies bitte mindestens 2 Wochen vor der Operation und warten Sie damit keinesfalls bis zum Tag der Aufnahme in die Klinik. Durch die rechtzeitige Meldung ihrerseits habe ich die Möglichkeit, das Problem gegebenfalls rechtzeitig zu beseitigen und somit das Infektionsrisiko deutlich zu senken.

Tragen sie möglichst keine kosmetischen Produkte auf die Haut oder das Haar auf.
Tragen Sie keinen Schmuck oder Kontaktlinsen.